Baron, Gabriele
Gabriele Baron hasst Patentlösungen und liebt patente Lösungen. So hat sie einen besonderen Blick für das Praktische, das Umsetzbare. Und auf große Entfernung wittert sie Bürokratie, was sie spontan Abstand halten lässt. Als geborene Rebellin kennt sie Regeln in der Regel, um sie möglichst wirkungsvoll kreativ auslegen zu können. Ihre Rebellion ist dabei zwar frech, doch eher leise – eben weiblich. Ihre Heimat ist die Sprache, die deutsche Sprache. Als sie Anfang der 80er Jahre anfing, ihre Liebe zur Sprache in der Werbung zu erproben, waren ihre Eltern zunächst einmal entsetzt, dass sie ihr Studium nicht für eine Juristenkarriere nutzen wollte.
Als Werbetexterin und Werbeberaterin hat sie von Anfang an den Familienkonflikt Klassische Werbung – Direktwerbung miterlebt und hat die jahrzehntelange Aufregung noch nie verstanden: Direktwerbung ist die jüngste Tochter in der Werbefamilie, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Klassisch und direkt – beides gehört untrennbar zusammen und wie in guten Familien gibt es eine Aufgabenteilung. Aufgabenteilung war auch das Stichwort, das dazu geführt hat, dass sie nach ungezählten Texter-Nachtschichten auf Anregung einiger Kunden eine Trainerausbildung absolviert hat, um anderen beibringen zu können, wie man textet. Seither arbeitet sie auch als Trainerin. Und weil man weder alle Texte schreiben, noch alle Schreiber unterweisen kann, kam Ende der 90er Jahre ein Verlag auf die Idee, sie zu einem ersten Buchmanuskript zu überreden. Seither schreibt sie auch Fachartikel und Bücher zum Thema Werbung. Dabei geht es ihr besonders darum, praktische Anleitungen zu liefern, damit möglichst viele Werber wirksame und ethisch einwandfreie Werbung einsetzen, die möglichst auch sprachlich ein Genuss ist.








