Säure-Opfer Bahrami verzichtet auf Vergeltung
Ameneh Bahrami kämpfte jahrelang um das Recht, ihrem damaligen Verehrer ebenso das Augenlicht zu nehmen wie er es ihr genommen hat. Am Sonntag 6.00 Uhr Ortszeit Teheran verzichtet sie überraschend auf die Vergeltung.
Als Bahrami im November 2004 einen Hochzeitsantrag von Mowahedi ablehnt übergießt er sie mit Schwefelsäure. Sie ist im Gesicht entstellt und blind. Ein Gericht erteilt ihr 2009 schließlich die Erlaubnis, seine Augen ebenfalls mit Säure verätzen zu dürfen.
In ihrem Buch „Auge um Auge“ schildert sie neben dem Säureanschlag auch den Kampf um ihr Recht auf Vergeltung und das Leben als Frau im Iran.
Mowahedi fiel nach der Verschonung auf die Knie und bat erneut um ihre Hand, welches sie mit den Worten: “Ich werde dich niemals heiraten, ich habe nicht deinetwegen verzichtet, sondern meinetwegen" abschlug.

