Pressemitteilung

Säure-Opfer Bahrami verzichtet auf Vergeltung

Ameneh Bahrami kämpfte jahrelang um das Recht, ihrem damaligen Verehrer ebenso das Augenlicht zu nehmen wie er es ihr genommen hat. Am Sonntag 6.00 Uhr Ortszeit Teheran verzichtet sie überraschend auf die Vergeltung.

Als Bahrami im November 2004 einen Hochzeitsantrag von Mowahedi ablehnt übergießt er sie mit Schwefelsäure. Sie ist im Gesicht entstellt und blind. Ein Gericht erteilt ihr 2009 schließlich die Erlaubnis, seine Augen ebenfalls mit Säure verätzen zu dürfen.

In ihrem Buch „Auge um Auge“ schildert sie neben dem Säureanschlag auch den Kampf um ihr Recht auf Vergeltung und das Leben als Frau im Iran.

Mowahedi fiel nach der Verschonung auf die Knie und bat erneut um ihre Hand, welches sie mit den Worten: “Ich werde dich niemals heiraten, ich habe nicht deinetwegen verzichtet, sondern meinetwegen" abschlug.

Autor
Bahrami, Ameneh

Bahrami, Ameneh

Amene Bahrami ist die Tochter einer vielköpfigen iranischen Familie und hat bis zu dem Säureanschlag in Teheran gelebt. Auf der Suche nach optimaler medizinischer Behandlung ist sie nach Spanien gezogen. Sie lebt jetzt in Barcelona, wo sie wegen ihres entstellten Gesichtes immer wieder operiert wird.
Buch

Auge um Auge

Ein Verehrer schüttete mir Säure ins Gesicht. Jetzt liegt sein Schicksal in meiner Hand.